Harmonie

Die Verbundenheit mit dem Leben

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Als ich mit 21 Jahren eine Nahtoderfahrung machte, hatte ich bis zu diesem Moment keine Ahnung davon, dass außer dieser irdischen Welt noch eine weitere gibt. Genauer gesagt ist es der Ort, an dem wir vor unserer Geburt waren und nach unserem Ableben wieder hingehen. Daher sind im Grunde das Diesseits und das Jenseits nur eine Welt. Sie wird nur durch das geboren werden durchschritten, wie durch eine Tür. Auf der einen Seite steht Eingang und der auf der anderen Seite Ausgang. Zehn Jahre später ereignete sich dieser Vorgang erneut, in dem ich wieder im Jenseits war. Nun durfte ich nach langer Suche nach Antworten erleben, was es heißt verbunden zu sein.

Wenn wir geboren werden, legt sich ein Filter um uns, der uns vergessen lässt, was wir bisher schon wissen. Dieser Filter ist ein Schutz, der dafür sorgt, dass wir nach vorne in die Gegenwart schauen und nicht zurück. Würden wir zurückblicken können, würden wir auch sehen, was uns im Leben alles erwartet. Dadurch würden wir Gefahr laufen, so manche wichtige Erfahrung zu vermeiden. Außerdem ist das Leben ja gerade dann am interessantesten, wenn wir es unmittelbar erleben und nicht danebenstehen.

Zehn Jahre nach der ersten Erfahrung, ereignete sich eine zweite. Dieses Mal durfte ich unmittelbar erfahren, was es heißt, mit dem Leben verbunden zu sein. Ich erlebte die schöpferische Lebenskraft als einen lichtvollen Strom, der mich durchflutet hat, in dem ich erkannte, dass alles, was war, ist und je sein wird, in diesem Strom enthalten ist und dass damit alles mit allem verbunden ist. Das ist verständlich, dass so mancher sich damit schwertut, sich das vorzustellen. Das liegt unter anderem an dem genannten Filter, den man auch als Schleier des Vergessens nennen kann.

Manchmal hilft es, wenn man sich an die Zeit erinnert, als es noch keine Flugzeuge gab. Da konnten sich die meisten Menschen nicht vorstellen, dass man fliegen kann. Heute zweifelt daran niemand mehr.

Als ich das zweite Mal in die Erfahrung der Alleinheit kam, erkannte ich, dass alle Menschen im Grund nach Liebe suchen, nach der einen vereinenden und vervollständigenden Kraft, die einem Erfüllung und Sinn für das eigene Dasein verleiht. Es ist eine Suche nach dem Ewigen, das einem dauerhaftes Glück, Zufriedenheit und Freude gibt. Und diese Welt oder auch dieser Zustand genannte, ist im Grunde ganz nah bei uns, und zwar in uns.

Wir haben die Veranlagung, den freien Willen, und das Potenzial dazu bekommen, es zu verwirklichen (jeder auf seine Weise). Nur umsetzten und irdisch zur Wirklichkeit werden zu lassen, das liegt an uns.